Schürmann, Herbert

rechts: Sportlicher Leiter Herbert Schürmann 1987 beim 6-Tagerennen in Münster mit seinem Sohn, RSV-Mitglied Ralph (links), der ebenfalls Radrennbahnarchitekt wurde.

Münster (1925-1994)
Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg war Herbert Schürmann bis 1952 als Radsportler aktiv. Die Zeiten waren hart nach dem Neuanfang und Idealismus wurde von jedermann gefordert.
Als Herbert einmal ein Aschenbahn-Rennen gewann und den Siegerstrauss überreicht bekam, raunte ihm Vereinskamerad Willi Müller zu:
„Den musst du aber gleich wieder abgeben! .. Wir haben nur den einen für alle!“
So war es kurz nach dem Krieg.

Weniger durch zählbare Erfolge als Radrennfahrer, sondern als Sportlicher Leiter der Sechtagerennen und Radrennbahnarchitekt war der Sohn des erfolgreichen Lokalmatadors Clemens Schürmann in Münster bekannt. Der Tradition seines Vaters folgend, sorgte Herbert Schürmann als auf Radrennbahnen spezailisierter Architekt dafür, dass eine Piste aus Münster ein weltweit anerkanntes Markenzeichen wurde.