Bernhard Dieckmann

Bernhard Dieckmann
18.04.1894 – 03.08.1970


Bernhard Dieckmann verlor als Soldat im Ersten Weltkrieg einen Arm.

Gegen Ende der 1920er Jahre kaufte er das hier gezeigte Rennrad der Marke „Meister“ aus Bielefeld.
Ein extra am Lenker angebrachter Stift diente zum Einhaken der Armprothese. Trotz seines Handicaps startete Dieckmann bei lokalen Radrennen und konnte einige Siege verzeichnen. Zudem beteiligte er sich auch an sogenannten „Wanderfahrten“, wie z.B.: „Berlin – Breslau“ (bei der an 4 Tagen ungefähr 800km zurückgelegt wurden) oder eine Sternfahrt nach Berlin 1936.

Wie damals üblich, besaß Dieckmanns Rad keine Gangschaltung. Eine solche rüstete er erst Ende der 1940er Jahre nach.

Diekmann startete für den Rad- und Motorfahrer Verein Concordia 1911 Münster, der dem katholisch orientierten Radfahrerverband Concordia angehörte.

Noch bis in die 1960er Jahre benutze Dieckmann sein Meister-Rad für gelegentliche Ausfahrten in die Baumberge.